Krebsvorsorge

Die gynäkologische Krebsvorsorge ist ein zentrales Element der Frauengesundheit und trägt entscheidend dazu bei, Erkrankungen frühzeitig zu erkennen und erfolgreich zu behandeln. In unserer Praxis legen wir großen Wert darauf, Sie kompetent und einfühlsam in allen Lebensphasen zu begleiten und gemeinsam mit Ihnen die bestmögliche Prävention zu gewährleisten. Im Folgenden möchten wir Ihnen einen umfassenden Überblick zur gynäkologischen Krebsvorsorge geben, die wichtigsten Untersuchungen vorstellen und häufige Fragen beantworten.

Warum ist gynäkologische Krebsvorsorge so wichtig?

Viele gynäkologische Krebserkrankungen entwickeln sich über längere Zeiträume und verursachen zunächst keine oder nur unspezifische Symptome. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen ermöglichen es, Veränderungen des Gewebes oder Vorstufen von Krebs frühzeitig zu entdecken – oft noch bevor Beschwerden auftreten. Frühzeitig erkannte Erkrankungen können mit deutlich besseren Heilungschancen behandelt werden und erfordern meist weniger belastende Therapien.

Welche Krebserkrankungen werden im Rahmen der Vorsorge untersucht?

Im Rahmen der gynäkologischen Vorsorgeuntersuchung stehen insbesondere folgende Erkrankungen im Fokus:

  • Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom)
  • Brustkrebs (Mammakarzinom)
  • Gebärmutterkörperkrebs (Endometriumkarzinom)
  • Eierstockkrebs (Ovarialkarzinom)
  • Vulva- und Vaginalkarzinome


Was beinhaltet die gynäkologische Krebsvorsorge?

Die Vorsorge umfasst verschiedene Untersuchungen, die individuell auf Ihr Alter, Ihre Vorgeschichte und Ihre Risikofaktoren abgestimmt werden:
Abstrich vom Gebärmutterhals (Pap-Test, HPV-Test): Bei dieser Untersuchung werden Zellen vom Gebärmutterhals entnommen und auf Veränderungen oder Infektionen mit Humanen Papillomaviren (HPV) untersucht. Der Pap-Test dient der Früherkennung von Krebsvorstufen und Krebs.
Gynäkologische Tastuntersuchung: Die Ärztin oder der Arzt tastet die inneren Geschlechtsorgane ab, um Gewebeveränderungen, Knoten oder andere Auffälligkeiten zu erkennen.
Gynäkologischer Ultraschall: Die Ultraschalluntersuchung ermöglicht es, die Gebärmutter, Eierstöcke und weitere Beckenorgane bildlich darzustellen. So können Zysten, Tumoren oder andere Veränderungen unter Umständen frühzeitig entdeckt werden.
Brustuntersuchung und Brustultraschall: Die Tastuntersuchung der Brust dient der Früherkennung von Knoten oder Gewebeveränderungen. Bei Bedarf ergänzt ein Ultraschall die Diagnose.
Beratung zu Impfungen: Im Rahmen der Vorsorge informieren wir Sie gerne über Schutzimpfungen, insbesondere gegen HPV (Humanes Papillom Virus), die das Risiko für Gebärmutterhalskrebs deutlich senken können.

Vorsorge – ab welchem Alter und wie oft?

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für gynäkologische Vorsorgeuntersuchungen bereits für junge Menschen ab dem 20. Lebensjahr. Je nach Alter und Risikoprofil werden unterschiedliche Intervalle und Untersuchungsmethoden empfohlen:

  • Ab 20 Jahren: Jährlicher Zellabstrich vom Gebärmutterhals (Pap-Test) und gynäkologische Untersuchung.
  • Ab 30 Jahren: Zusätzlich jährliche Tastuntersuchung der Brust und Beratung zur Brustkrebsfrüherkennung.
  • Ab 35 Jahren: Alle drei Jahre kombinierter PAP- und HPV-Test, dazu weiterhin jährliche Untersuchungen.
  • Ab 50 Jahren: Erweiterte Beratung und ggf. ergänzende Untersuchungen wie Mammographie zur Brustkrebsfrüherkennung.


Unabhängig vom Alter raten wir, sich bei neuen oder ungewöhnlichen Beschwerden immer frühzeitig an uns zu wenden.

Was passiert bei Auffälligkeiten?

Sollten im Rahmen der Vorsorgeuntersuchung auffällige Befunde auftreten, leiten wir alle weiteren Schritte in enger Abstimmung mit Ihnen ein. Das können zusätzliche Untersuchungen (z. B. Kolposkopie, Biopsie) oder Überweisungen an spezialisierte Zentren sein. Ziel ist stets eine schnelle und präzise Abklärung, um Ihnen die bestmögliche Sicherheit zu geben.

Wie kann ich selbst zur Vorsorge beitragen?

Ihr Beitrag zur eigenen Gesundheit ist wertvoll!
Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen wahrnehmen
Auf den eigenen Körper achten und Veränderungen ernst nehmen – etwa ungewöhnlichen Ausfluss, Blutungen, Knoten oder Schmerzen
Impfangebote, insbesondere gegen HPV, nutzen
Gesunde Lebensweise mit ausgewogener Ernährung, Bewegung und Verzicht auf Nikotin

Häufige Fragen rund um die Krebsvorsorge

Ist die Untersuchung schmerzhaft?

Die meisten Vorsorgeuntersuchungen sind nicht schmerzhaft und dauern nur wenige Minuten. Unser Praxisteam sorgt dafür, dass Sie sich wohl und gut informiert fühlen.

Müssen alle Untersuchungen jedes Jahr gemacht werden?

Je nach Lebensalter und Risikoprofil werden die Untersuchungen angepasst. Wir beraten Sie individuell und erläutern, welche Schritte für Sie sinnvoll sind.

Können auch Menschen ohne akute Beschwerden zur Krebsvorsorge kommen?

Ja! Die Vorsorge richtet sich an alle Personen, unabhängig davon, ob Beschwerden vorliegen. Sie dient der Früherkennung und Prävention.

Was ist, wenn in der Familie Krebserkrankungen bekannt sind?

Sollten in Ihrer Familie bestimmte Krebserkrankungen häufiger auftreten, informieren Sie uns bitte. Wir können das individuelle Risiko besser einschätzen und ggf. ein erweitertes Vorsorgeprogramm empfehlen.

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